Namensgeber unserer Schule: Albin Egger-Lienz

Albin Egger-Lienz
Selbstportrait von Albin Egger-Lienz
"Auferstandener" (Foto: Anton Prock - CC)
"Die Namenlosen" (Foto: Anton Prock - CC)
Kriegergedächtniskapelle (Foto: Anton Prock - CC)
Sämann und Teufel - 2. Fassung
Totentanz

 

Der Namensgeber unserer Schule, Albin Egger-Lienz wurde 1868 in Stribach, Gemeinde Dölsach, geboren.

Nach dem Besuch der Volksschule 1875 bis 1882 in Lienz studierte er auf Vermittlung seines Vaters, einem Kirchenmaler, und des mit ihm befreundeten Malers Hugo Engl von 1884 bis 1893 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Karl Raupp, Gabriel von Hackl und Wilhelm von Lindenschmit d.J. Nach dem Abschluss des Studiums lebte er als freier Maler abwechselnd in München und Osttirol. 1894 erhielt er in Wien für Karfreitag die Kleine Goldene Staatsmedaille. Hier wurde er 1900 Mitglied der Genossenschaft bildender Künstler Wiens und Gründungsmitglied des Hagenbundes.

Bei der Pariser Weltausstellung erhielt er für das Gemälde Feldsegen die Bronzemedaille. 1902 erhielt er für "Nach dem Friedensschluss" den Kaiserpreis, das Gemälde wurde vom Staat angekauft. Nach einigen Jahren in Hall und Weimar und der Gründung einer Kunstschule in Bozen musste Albin Egger-Lienz in den ersten Weltkrieg ziehen. Diente er zuerst noch als Frontsoldat, so durfte er nach der Bescheinigung von "Herzbeschwerden beim Aufwärtsgehen" nach Hause heimkehren, erlebte aber durch seine Arbeit als Kriegsmaler die Schrecken des Krieges weiterhin mit.

Nach der Rückkehr aus dem Krieg malte er, die seiner Meinung nach, wichtigsten Werke "Die Familie" und "Die Namenlosen" Nach Kriegsende wurde ihm 1919 die Professur an der Wiener Akademie angeboten, die er jedoch ausschlug, ebenso wie ein neuerliches Angebot 1925.

1923 bis 1925 beschäftigte ihn die Ausgestaltung der von Clemens Holzmeister entworfenen Kriegergedächtniskapelle in Lienz, in deren Zuge auch das Gemälde Christi Auferstehung entstand. Nach Protesten gegen die Ausgestaltung der Kapelle verfügte das Heilige Offizium in Rom ein Gottesdienstverbot für die Kapelle. Erst 1950 wurde sie wieder öffentlich zugänglich. In seinen letzten Lebensjahren wurde Egger-Lienz zum Ehrendoktor der Universität Innsbruck und zum Ehrenbürger von Lienz ernannt. Egger-Lienz starb am 4. November 1926 im Grünwaldhof in St. Justina.

 

Albin Egger-Lienz zu Ehren wurde 1997 der Name der vorherigen Hauptschule Lienz Zentrum in Hauptschule Egger-Lienz abgeändert.