Design Thinking - Lernen mit neuen Medien

07.06.2019

Der 3D-Drucker im Unterricht

Wir sind eine von 7 Pilotschulen in Tirol, die das Schulprojekt „Design Thinking“ an unserer Schule durchführen darf. Es ist dies ein Projekt der Universität Innsbruck mit klasse!forschung.  Das Konzept „Design thinking“ ist nicht nur eine innovative Methode um herausragende Innovationen in der Wirtschaft zu entwickeln, sondern ein Prozessmodell, welches auch in der Schule, integriert in den modernen Unterricht, das schöpferische Potential der Schülerinnen und Schüler, die Auseinandersetzung mit komplexen Problemen, vernetztes Denken und soziales Lernen fördern kann. 


In diesem Workshop ging es um die Abbildung des Produktdesign Workflows von der Idee, über die Umsetzungs- und Produktionsstrategie bis zum „fertigen“ Prototypen.

Die Anforderungen des heutigen Arbeitsmarktes gehen immer mehr in Richtung digitale Lösungsstrategien und Visualisierungen. Dieser Grundgedanke veranlasste uns, Digitales Lernen und Medienbildung noch mehr im Bereich Schule zu integrieren, den Unterricht in unterschiedlichen Fächern zu bereichern und so die Jugendlichen auf den zukünftigen Arbeitsmarkt bestmöglich vorzubereiten und uns für dieses Projekt zu bewerben. Im Vorfeld absolvierte Kollege Mair Martin die dafür nötigen Schulungen, um die Berechtigung für den Workshop zu erlangen.

Am 4. + 5. Juni 2019 besuchte uns Stefanie Jäger von der Universität Innsbruck, die der 3s Klasse praktische Anwendungen der Digitalisierung vorstellte. Die Schülerinnen und Schüler lernten die Formbox, PLA-Stifte, einen Lasergravierer sowie die Arbeit mit dem 3D-Drucker kennen. Eine Idee wurde geboren, am Computer konstruiert und am 3D-Drucker produziert. So entstanden neben Schulstempeln auch Deckel für Getränkedosen, Schlüsselanhänger, Handyhalterungen uvm.

Um Nachhaltigkeit zu garantieren und wir das Projekt Design Thinking auch im kommenden Schuljahr im Unterricht umsetzen können, stellt uns die Firma Micado Smart Engineering aus Oberlienz einen 3D-Drucker zur Verfügung. Geschäftsführer Edwin Meindl besuchte auch die Schülerinnen und Schüler während des Projektes und überreichte uns den 3D Drucker, wofür wir uns herzlich bedanken. Herr Ing. Meindl freut es besonders, dass wir als Neue Mittelschule mit der Zeit gehen und Eigeninitiative ergreifen.

Christoph Pitterle, Lehrer an der NMS Egger-Lienz, sieht darin viele Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler:  Mithilfe von 3D-Druckern kann man Schülerinnen und Schülern auf eine vereinfachte Art und Weise schwer greifbare theoretische Konzepte darstellen und sie zudem noch interaktiv mit einbeziehen. Demnach profitieren die Jugendlichen von der Anwendung von 3D-Druckern auf unterschiedliche Arten. Zum einen lernen sie die innovative 3D-Druck-Technologie kennen. Es können aber auch komplexe Theorien dank 3D-Druckern verständlicher und vereinfacht dargestellt werden. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler stärker mit einbezogen, was sie dazu bringt, selbst nachzudenken und eigenständig auf die Problemlösung zu kommen.

 

Wir planen im Schuljahr 2019/2020, die Ideen dieses Projektes und vor allem den 3D-Drucker in den Bereichen techn. Werken, Bildernische Erziehung, Mathematik, Informatik sowie generell in den naturwissenschaftlichen Fächern einzusetzen. Die schulische Ausbildung in diesen Fächern ist in Zeiten der Digitalisierung wichtiger als je zuvor. Wir wollen die Theorie greifbar machen.

 

 

 

Fotos: copyright NMS Egger-Lienz

 

 

siehe auch:

https://www.tt.com/panorama/gesellschaft/15726057/osttiroler-schueler-lernen-mit-dem-3d-drucker

https://www.meinbezirk.at/osttirol/c-lokales/design-thinking-lernen-mit-neuen-medien_a3443343