Fairtrade Award 1. Platz 2018 - Die NMS Egger-Lienz erhält als 1. Schule Österreichs diese Auszeichnung

Schulleiterin Gabi Schwab und Lehrerin Esther Unterkreuter © FAIRTRADE Österreich/Peter Tuma

 

Die Neue Mittelschule Egger-Lienz sieht und begreift sich als fair, innovativ, glaubwürdig und reichweitenstark. Schon seit Juni 2015 darf die NMS Egger-Lienz das Fairtrade Gütesiegel tragen (als einzige in Osttirol), das sich die Schule anhand verschiedener Aktivitäten zum Thema gerechtes und nachhaltiges Handeln und Wirtschaften erarbeitet und verdient hat. Neben grenzüberschreitenden Kooperationen mit Italien, bei denen der gegenseitige Austausch im Vordergrund steht, finden zahlreiche Aktionen und Workshops zur Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für Nachhaltigkeit statt. Im Unterricht wird sowohl die Wissensvermittlung als auch die Bewusstseinsbildung fokussiert. Ergänzend lernen die Schülerinnen und Schüler Fairtrade Produkte kennen und wissen um ihre Herkunft und auch ihren Geschmack. Sie werden mit Hintergründen vertraut gemacht und zu einem reflektiertem Einkaufsverhalten erzogen.

Dieser stetige und nachhaltige Einsatz der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrpersonen wurde am 11. Oktober 2018 mit dem 1. Platz des Fairtrade Awards ausgezeichnet. Esther Unterkreuter als Vertreterin des Fairtrade Teams an der Schule und Gabriele Schwab als Schulleitern durften in Anwesenheit von Jurymitgliedern und Vertretern von Politik und Wirtschaft im Museum für Angewandte Kunst in Wien in feierlichem Rahmen den Award entgegennehmen. Der Jury gehörten Barbara Schmon (Referentin für das Umweltministerium), Peter Schnedlitz (Vorstand des Instituts für Handel und Marketing an der Wirtschaftsuniversität Wien), Silvia Meißl (Chefredakteurin des Handelsmagazin CASH) sowie Annelies Vilim (Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung) an. Die NMS Egger-Lienz ist somit die erste Schule Österreichs, die diesen Preis mit nach Osttirol nehmen durfte.

Das gesamte Schulteam im Besonderen aber das Fairtrade Team der Schule bestehend aus Esther Unterkreuter, Elfie Greiter und Günther Weitlaner, haben in den letzten Jahren großes Engagement gezeigt und den Gedanken der Nachhaltigkeit durch verschiedene kreative Zugänge den Schülerinnen und Schülern weitergegeben.
Für die Schule bedeutet der Gewinn dieses Awards Anerkennung für viel geleistete Arbeit aber auch Motivation so weiterzuarbeiten und das Motto „Einen Weg sehen, statt wegsehen“ konsequent weiterzuverfolgen.

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FairTrade-Ansichten

Fairtrade - Erziehung zur Nachhaltigkeit

Bezirksredewettbewerb_Fairtrade
Beim Landesredewettbewerb
Schuldekor
Fairtrade - Logo
Schuldekor

Das Schuljahr 2014/2015 der NMS Egger-Lienz stand heuer (und steht auch in Zukunft) unter dem Zeichen des fairtrade-Siegels.

 

Aus der Kooperation mit der städtischen Bücherei und des „Weltladens“ entstanden fach- und klassenübergreifend Projekte und Unterrichtseinheiten. Dem Gedanken verpflichtet, ein bisschen mehr Gerechtigkeit in die Welt zu bringen, sozusagen „Einen (gemeinsamen) Weg zu sehen statt wegzusehen“ baute dieses heurige Schuljahr auf der Tradition unserer Schule - jedes Schuljahr einen sozialen Aspekt jahresdurchgängig zu pflegen - auf (siehe beispielsweise unsere jahrelangen Leseprojekte, letztes Jahr gewannen wir Sponsoren durch unser Leseprojekt für Augenoperationen in Afrika und gemeinsame Sammlung von Brillen etc.).

Um sich einen visuellen Eindruck von unserem heurigen Schulprojekt zu verschaffen, genügt ein Blick in unsere Website (siehe auch unter „Galerie“)

http://www.nms-egger-lienz.tsn.at/index.php?id=7291&tx_ttnews%5BbackPid%5D=7270&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1770&cHash=4acccc6b5e4dad8a9ec4a8db128925d2)

 

Aufgelistet zeigen sich unsere kontextuellen sozialen Aktivitäten wie folgt:

·         Gemeinsame Sitzung mit der Städtischen Bücherei aller Deutsch-LehrerInnen und der Direktorin am Schulanfang mit Diskussion unseres gemeinsamen Fahrplanes

·         Aufbereitung der Klassenlektüre der ersten und zweiten Klassen „Das himmelblaue T-Shirt“ (siehe Kinderarbeit) in der städtischen Bücherei.

·         Je eine Unterrichtseinheit für die 6./7. und 8. Schulstufe und je 2 Einheiten für die ersten Schulstufen mit der ehemaligen Entwicklungshelferin Christa Kandler (mehr als 20 Jahre Entwicklungshilfe in Brasilien) mittels einer Powerpointpräsentation und anschlieβender Frageeinheit.

·         Vortrag (Dauer: eine Schulstunde) von drei SchülerInnen der achten Schulstufe in jeder Klasse zum Thema „Fairtrade“ mit Handout und Quiz

·         Teilnahme von 4 SchülerInnen am Bezirksredewettbewerb (1. Platz) und am Landesredewett-bewerb (2. Platz) unter der Katagorie „Neues Sprachrohr“ mit einem Bullshit-Minitheaterstück „FAIRTRADE“ (Videoaufzeichnung zu finden in unserer Website)

·         Unterrichtseinheiten in Geographie/Religion zum Thema: Kinderarbeit, siehe auch Besprechung des sozialen Experiments https://youtu.be/KfANs2y_frk

·         Aufbereitung des Symbols im Zeichenunterricht: individuelle Gestaltung des Symbols (siehe auch aktuelle Schuldekoration in unserer Website)

·         Recycelter Automat mit fairtrade-Produkten wird mit Schulbeginn im Schulhaus aufgestellt.

·         Gewürze unserer Schulküche werden im „Weltladen“ gekauft.

·         Freiwillige Teilnahme von ungefähr der Hälfte unserer SchülerInnen der 4. Klassen bei der Vortragsreihe des Osttiroler Bildungshauses: „Begegnung mit Gästen aus Indien. Wie schmeckt die Zukunft? Von Curry und Heiligen Kühen...“ (20:00 – ca. 22:00 Uhr) Besonders betroffen vom Klimawandel sind auch viele Kleinbauernfamilien im Süden Indiens. Landflucht, Selbstmorde unter Bauern und Umbrüche in der traditionellen Landwirtschaft zwingen sie - und uns alle - zum Umdenken und Beschreiten neuer Wege. Im April 2015 lud das Welthaus zu einer Begegnung mit Gästen aus Indien ein. Sie erzählen, wie die Menschen in ihrer Heimat mit den Veränderungen durch den Klimawandel leben und wie wir der globalen Herausforderung gemeinsam begegnen können.  Fairtrade hilft den Kleinbauern beim Überleben. 

·         Letzte Deutsch-Schularbeit der 4. Klassen: Erörterung von „Fairtrade“

·         Interviews: Unsere SchülerInnen der 5. Und 8. Schulstufe gestalteten einen Interviewleitfaden zum Themenbereich „fairtrade“ und übten life mit PassantInnen in der Stadt Lienz das Führen von Interviews (ca. 250 geführte Interviews), Aufzeichnung eines Interviews im Radio Osttirol

·         Gestaltung des „Internationalen Fairtrade-Tages“ in Kooperation mit dem Lienzer „Weltladen“:  Freiwillige Teilnahme von ca. 20 % unserer SchülerInnen (43 SchülerInnen quer durch alle Schulstufen und Klassen) am 9.6. 2015 (Samstag Vormittag!): Bemalen der Symbole mit Kindern/PassantInnen, Stelzengehen/Diabolo/Kriechtunnel, Trommler aus Ghana: Maxwell, Interviews etc., Vortrag einer Schülerin der LLW-Lienz gegen TTIP, 2-malige Aufführung unseres Fairtrade-Theaterstückes mit Mikros vor dem Lienzer Weltladen

·         Konferenzbeschluss mit 100% Zustimmung aller KollegInnen: Bewerbung um das Siegel einer Fairtrade-Schule: http://www.fairtrade-schools.at/ueber-fairtrade-schools/

Diese Erziehung zur Nachhaltigkeit in Bezug auf „Fairtrade“ macht natürlich auch insoferne Sinn, dass wir LehrerInnen als MultiplikatorInnen unserer SchülerInnen diese selbst zu (Werbe)Bot-schafterInnen erziehen und diese nehmen als Kinder Einfluss auf das Denken und Kaufverhalten ihrer Eltern. Das Motto unserer Schule: „Einen Weg sehen statt wegsehen. Just 2 the best“ fungiert als Leitsatz bei dieser synergetischen Kooperation des pädagogischen Schuldreiecks Lehrer-Schüler-Eltern.

Pressespiegel

Bericht der Kleinen Zeitung vom 7. Juli 2015
Bericht des Osttiroler Boten - 16. Juli 2015
Bericht der Tiroler Tageszeitung - Juli 2015